Geschichte




( 1850 - 1925 )
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Dank seines unbändigen Tätigkeitsdranges hielt es Peter Ludwig II, als er zum Manne herangereift war, nicht im engeren Bezirk Mülheim. In Duisburg, einige km von Witterschlick entfernt, unterhielt er bereits eine Kieswäscherei, als er 1885 mit seinem Freunde Hubert Capitain in Witterschlick 4 Morgen Tongelände erwarb und die Witterschlichker Tonwerke gründete.

Im Oktober 1888 lernte er auf einer Versammlung, an der Moselkanalisierung interessierter Kreise, die Herren Paul und Ernst Servais kennen, die ihn mit Xaver de Saint Hubert und Julius Collart zusammenbrachten. Man wurde handelseinig und baute gemeinsam in Witterschlick eine Fabrik zur Herstellung von Verblendern, aus der wenige Jahre später die Vereinigten Servais Werke AG, Witterschlick hervorgingen. Diese Gründung veranlasste Ludwig und Capitain aus der Gesellschaft auszutreten.


Die Kinder des Peter Ludwig
II

Inzwischen hatte Peter Ludwig II in der Nähe des Dorfes Kettig Land erworben. Seit dem
Jahre 1893 förderte er hier den gelben rotbrennenden Ton mit dem er in den Niederlanden
ganz bedeutende Geschäfte machte. Als die Verblender aus der Mode kamen, war die Kettiger Grube erledigt und wurde etwa 1910 stillgelegt und später an Elingshausen in Kettig verkauft.
Zur Abrundung sei noch des Betriebes am Senser Weg in der Gemarkung Mülheim gedacht.
Den Betrieb hatten Vongeheuer und Hürter eröffnet. Während des ersten Weltkrieges
übernahm die Verkaufsstelle die Grube bis zur restlosen Ausbeute.

Es war nur natürlich, dass sich Peter Ludwig II vom Ton angelockt auch auf dem nahen Westerwald betätigte. In den Gemarkungen Girod und Steinefrenz erwarb er 1898 mit
Hubert Capitain Land und gründete die Giroder Tonwerke, die nach einigen Jahren von
Schottler und Borgsmüller gegen guten Gewinn übernommen wurden.


Siershahn 1911


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