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Dank
seines unbändigen Tätigkeitsdranges hielt es Peter Ludwig
II, als er zum Manne herangereift war, nicht im engeren Bezirk Mülheim.
In Duisburg, einige km von Witterschlick entfernt, unterhielt er bereits
eine Kieswäscherei, als er 1885 mit seinem Freunde Hubert Capitain
in Witterschlick 4 Morgen Tongelände erwarb und die Witterschlichker
Tonwerke gründete.
Im Oktober 1888 lernte er auf einer Versammlung, an der Moselkanalisierung
interessierter Kreise, die Herren Paul und Ernst Servais kennen, die
ihn mit Xaver de Saint Hubert und Julius Collart zusammenbrachten.
Man wurde handelseinig und baute gemeinsam in Witterschlick eine Fabrik
zur Herstellung von Verblendern, aus der wenige Jahre später
die Vereinigten Servais Werke AG, Witterschlick hervorgingen. Diese
Gründung veranlasste Ludwig und Capitain aus der Gesellschaft
auszutreten. |
Die Kinder des Peter Ludwig II
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Inzwischen hatte Peter Ludwig II in der Nähe des Dorfes Kettig
Land erworben. Seit dem
Jahre 1893 förderte er hier den gelben rotbrennenden Ton mit
dem er in den Niederlanden
ganz bedeutende Geschäfte machte. Als die Verblender aus der
Mode kamen, war die Kettiger Grube erledigt und wurde etwa 1910 stillgelegt
und später an Elingshausen in Kettig verkauft.
Zur Abrundung sei noch des Betriebes am Senser Weg in der Gemarkung
Mülheim gedacht.
Den Betrieb hatten Vongeheuer und Hürter eröffnet. Während
des ersten Weltkrieges
übernahm die Verkaufsstelle die Grube bis zur restlosen Ausbeute.
Es war nur natürlich, dass sich Peter Ludwig II vom Ton angelockt
auch auf dem nahen Westerwald betätigte. In den Gemarkungen Girod
und Steinefrenz erwarb er 1898 mit
Hubert Capitain Land und gründete die Giroder Tonwerke, die nach
einigen Jahren von
Schottler und Borgsmüller gegen guten Gewinn übernommen
wurden.
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Siershahn
1911
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